Gefährliche neue Stechmücken

werden in Tirol heimisch

In Österreich sind rund 50 Stechmückenarten bekannt – und es kommen neue, potenziell invasive Arten hinzu, wie eine soeben präsentierte Studie der Vetmeduni Vienna zeigt. Demnach verbreiten sich in Tirol mehrere ursprünglich aus Asien stammende Stechmückenarten.

Die zentralen Ergebnisse der Studie sind wenig erfreulich: Es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) etabliert, also in Tirol überwintert und nicht jedes Jahr neu eingeschleppt wird. Die Japanische Buschmücke (Aedes japonicus) ist mittlerweile in Tirol heimisch, so wie auch in allen anderen Bundesländern Österreichs. Außerdem gelang den ForscherInnen der erstmalige Nachweis in Österreich für eine weitere Stechmückenart: die Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus).

Dazu Studienerstautor Hans-Peter Führer vom Institut für Parasitologie der Vetmeduni Vienna: „Der Nachweis der Asiatischen Tigermücke, der Japanischen Buschmücke und der Koreanischen Buschmücke ist für die Bevölkerung, für die öffentliche Gesundheit und für die relevanten Entscheidungsträger von großer Bedeutung. Vor allem die Asiatischen Tigermücken können gefährliche Krankheitserreger wie Dengue, Chikungunya und Zika übertragen. Einheimische Stechmücken sind dazu nicht in der Lage. Außerdem haben die neuen Stechmückenarten einige weitere unangenehme Begleiterscheinungen, da sie sehr lästig sind, in großen Massen auftreten können und auch tagsüber stechen.“

Der Artikel „Monitoring of alien mosquitoes in Western Austria (Tyrol, Austria, 2018)“ von Hans-Peter Führer, Ellen Schöner, Stefanie Weiler, Bita Shahi-Barogh, Carina Zittra und Gernot Walder wurde in PLOS Neglected Tropical Diseases veröffentlicht.